szmmctag

  • ARD Morgenmagazin: Anna statt Anne

    Morgen geht bei der ARD eine Ära zu Ende, denn zum letzten Mal wird Anne Gesthuysen das Morgenmagazin moderieren. Ihren Platz wird Anna Planken einnehmen.

    Anne Gesthuysen fing 2002 als Vertretungsmoderatorin beim Moma an, um 2004 den Laden ganz zu übernehmen. Seither hat sie mehr als 1000 Ausgaben des Moma moderiert und 2012 mit dem Gesamtteam den Deutschen Fernsehpreis gewonnen. Jetzt aber möchte sie endlich mal wieder ausschlafen und zwar täglich. So was ist aber als Moma Moderatorin nicht möglich, denn der Arbeitstag beginnt keineswegs erst mit der Sendung, sondern bereits um 1.00 Uhr in der Nacht. Da gibt’s zum Frühstück noch keine frischen Brötchen, weil um die Zeit noch nicht mal die Bäcker arbeiten. So gesehen kann man mit Sicherheit Verständnis für den Abschied der Bestsellerautorin aufbringen – allerdings gemischt mit Bedauern, denn Anne Gesthuysen ist so was wie die prägende Figur des ARD Moma geworden.

    Nun kommt eine Neue an Bord. Die ist allerdings keine wirklich Neue, denn Anna Planken hatte bereits von 2010 bis 2012 im Moma Team gearbeitet. Der Laden dürfte ihr also bekannt sein und daher ist bei ihr auch kaum mit Schwellenangst zu rechnen. Außerdem ist sie trotz ihrer jungen Jahre bereits mit allen WDR Wassern gewaschen. Da kann also in Sachen Moma gar nichts mehr schief gehen....

    Goodbye Anne, hello Anna...

     

     

  • Demenz Prävention: Gehirnjogging per Computerspiel wenig wirksam

    Die Lebenserwartung steigt und damit u. a. auch die Angst vor Demenz. Vorausschauende Menschen versuchen sich daher vorbeugend zu verhalten und greifen daher auch gern zu Gehirnjogging-Computerspielen. Zur Weihnachtszeit werden diese auch gerne verschenkt – eventuell mit der Bemerkung, „hier Opa, damit kannst du Alzheimer ausbremsen.

    Nun mögen manche dieser Spiele ja ganz nett sein und die geliebte Zockerei kann auch Spaß oder Spannung in den langweiligen Alltag bringen. Das ist auch gut so und wer Freude an solchen Spielen hat, sollte sie auch munter nutzen. Allerdings läßt sich die von den Herstellern versprochene verbeugende Wirkung bezüglich Demenz wissenschaftlich bisher nicht belegen, wie 70 Wissenschaftler aktuell in einer Erklärung feststellen. Professor Emrah Düzel, Direktor des Instituts für Demenzforschung der Universität Magdeburg, der zu den Unterzeichnern gehört, meint gegenüber der Apotheken Umschau, dass man mit diesen Spielen zwar schon etwas dazu lernen könnte. Allerdings bedeutete das nicht, "dass dadurch Dinge im Gehirn trainiert werden, die sich auch positiv auf den Alltag übertragen lassen." Verbessert werde mit solchen Computerspielen meist nur das, was man gerade im Spiel trainiert hätte.

    Für alle, die wirklich ein bisschen vorbeugend gegenüber Demenz aktiv sein wollen, empfiehlt Düzel die Pflege eines „explorativen Lebensstils“, also neues entdecken und dabei in Bewegung bleiben. Das muss nicht gleich der Besuch des Mondes sein. Es genügt, mal zu Fuß durch eine fremde Stadt zu streifen oder auf neuen Wegen durch unbekannte Landschaften zu wandern. Wichtig dabei ist noch, solche Erlebnisse in der Gesellschaft guter Freunde zu genießen um sich anschließend über die neuen Erlebnisse austauschen zu können. „Besser kann man das Gehirn nicht trainieren“, meint der Magdeburger Demenzforscher. 

    Wer also seinen Lieben was präventives schenken will, sollte ihnen eine Abenteuertour finanzieren. Ist zwar etwas teurer als so ein Computerspiel, dafür aber wirkunsvoller...

     

     

  • Giftige Nadeln: BUND findet Pestizide in Weihnachtsbäumen

    Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Nadeln von Weihnachtsbäumen auf Rückstände von über 150 Pestiziden untersuchen lassen. Dabei stellte das unabhängige Labor in mehr als jedem zweiten Baum Rückstände von Unkrautvernichtungsmitteln fest.

    Gesundheitliche Auswirkungen

    Getestet wurden 15 Nadelbäume, die in Berlin, Leipzig, München, Nürnberg sowie in weiteren Regionen in Bayern stichprobenartig unter anderem bei Bau- und Gartenmärkten gekauft worden waren. In sieben Bäumen wurde entweder Glyphosat oder Prosulfocarb gefunden, in einem weiteren Fall beide Herbizide in Kombination. "Diese Agrargifte sind starke Wasserschadstoffe und können auch beim Menschen gesundheitliche Auswirkungen hervorrufen. Glyphosat steht im Verdacht Krebs zu fördern und die Embryonalentwicklung zu schädigen", sagte der BUND-Pestizidexperte Tomas Brückmann. "Prosulfocarb ist sehr giftig für das Nervensystem und Glyphosat ist akut toxisch für Wasserorganismen. Die Stoffe können nach Angaben der Hersteller in Gewässern längerfristig schädliche Auswirkungen haben", so der Pestizidexperte.

    Auf Bio-Zertifizierung achten

    Schon einmal hatte der BUND im Dezember 2011 Weihnachtsbäume auf ihre Pestizidbelastung testen lassen und dabei Rückstände von Insektenvernichtungsmitteln festgestellt sowie von Pestiziden, die nicht für den Christbaumanbau zugelassen waren. Diese gefährlichen Agrarchemikalien wurden in den aktuellen Analysen nicht mehr nachgewiesen. Der aktuelle Test belege jedoch, dass beim Anbau von Weihnachtsbäumen häufig Herbizide eingesetzt würden. "Diese Unkrautvernichtungsmittel sind beim Anbau von Weihnachtsbäumen nicht notwendig. Wegen der Umwelt- und Gesundheitsrisiken müssen die Produzenten von Christbäumen auf Pestizide verzichten", sagte Brückmann.

    Öko-Weihnachtsbaumplantagen kämen ohne Pestizide aus, so der BUND, beispielsweise durch den Einsatz von Shropshire-Schafen, durch die das Gras kurz gehalten wird. "Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Verbraucher auf die Bio-Zertifizierung achten, also auf ein Siegel der Öko-Anbauverbände, oder einen Weihnachtsbaum aus heimischen Wäldern kaufen. Beim Waldbesitzer und Förster nebenan können Bäume auch teilweise selbst eingeschlagen werden, ein besonderes Erlebnis, vor allem für Kinder", so Brückmann. Verbrauchern empfiehlt der BUND, vor dem Kauf zu erfragen, ob der Weihnachtsbaum aus regionaler Herkunft stammt und umweltgerecht produziert wurde. So könne auch das Bewusstsein der Produzenten und Händler für nachhaltige Anbaumethoden gestärkt werden. Bei den Testkäufen des BUND hatte sich gezeigt, dass Verkäufer oft keine Auskunft geben konnten, ob der Weihnachtsbaum unter umweltgerechten Bedingungen produziert wurde.

    Ergänzendes zu den beiden gefundenen Pestiziden sowie den Händlern, bei denen Stichproben genommen wurden, gibt’s hier...

    Und Infos zum Thema Pestizide mit diesem Link...

  • Originell: Jobsuche per Fotokalender

    Berlin/Hamburg (ots) - Deutschlands wohl originellste Stellenbewerbung kommt in Form eines Fotokalenders auf die Bürotische der Personalverantwortlichen: Nach dem Ablauf seines befristeten Arbeitsvertrages sucht der Diplom-Politologe Alexander Hauk in Berlin eine neue berufliche Herausforderung als Pressesprecher oder in der politischen Kommunikation. Für seine Initiativbewerbungen hat der 39-Jährige zusammen mit der Werbefotografin Sophia Lukasch einen Wandkalender mit Motiven und Texten zu politischen Themen erstellt.

    Das große Interesse des Arbeitssuchenden, der 15 Jahre Berufserfahrung in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vorweisen kann, gehört gesellschaftspolitischen Themen: "Wahlen und Abstimmungen sind für mich mindestens genauso spannend wie für andere Fußball." In seinem "Bewerbungs-Kalender" greift Hauk deshalb aktuelle Themen auf, wie Bildung, demografischer Wandel und Klimaschutz. Ergänzt werden die Fotos durch kurze Texte mit Zahlen aus Studien.

    Hauk bringt viel Berufserfahrung mit: Nach einem Volontariat bei einem Radiosender war er unter anderem als Pressereferent für eine Berufskammer und als Pressesprecher für einen internationalen Energiekonzern tätig. Bis Ende November hat er in einer Kommunikationsagentur als PR-Berater und Redakteur gearbeitet: "Dort habe ich Auftraggeber aus Verwaltung und Bundesministerien betreut."

    Die Zeit bis zum Start seiner neuen Arbeitsstelle nutzt Hauk zur Weiterbildung. Er absolviert ein Kompaktstudium zum Manager Public Affairs und macht zusätzlich eine Fortbildung zum Projektmanager. Die Kosten für die Fortbildungen und den Kalender betrachtet er als Investition in den künftigen Arbeitsplatz.

    Einige Exemplare des Protestonaut-Kalenders sind über die Fotografin erhältlich und können auch über den Buchhandel (ISBN 978-3981672534) bestellt werden. "Jeder Euro den wir einnehmen, geht in die Stellensuche", sagt Hauk, der sich auf Weihnachten freut: "Ich wünsche mir und den Millionen Arbeitslosen in Deutschland eine Arbeitsstelle."

    Weitere Informationen zum Kalender: www.protestonaut.de

    Kontakt Alexander Hauk, Tel.: 0176 30365406

     

  • Atropin: Hilft das Gift der Tollkirsche gegen Kurzsichtigkeit im Kindesalter?

    Geringe Mengen Atropin können kurzsichtigen Kindern offenbar gegen ihre Sehschwäche helfen, berichten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „American Journal of Ophthalmology“. Atropin ist allerdings kein ganz harmloser Stoff. Es handelt sich dabei nämlich um ein Nervengift, das aus der Tollkirsche stammt. In der Medizin findet es bereits vielfältige Verwendung. Augenärzte nutzen es beispielsweise zur Erweiterung der Pupillen, um den Augenhintergrund besser untersuchen zu können.

    Atropin als Ergänzung?

    Ophthalmologen vom Singapore National Eye Center untersuchten 400 kurzsichtige Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Über einen Beobachtungszeitraum von fünf Jahren gaben sie den kleinen Patienten entweder Augentropfen mit unterschiedlichen Atropinkonzentrationen oder einen Placebo. Die geringste Atropin-Dosis konnte das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit nach fünf Jahren um bis zu 80 Prozent verzögern.

    Experten der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) sehen in diesen Ergebnissen einen ergänzenden Weg, das Fortschreiten von Kurzsichtigkeit im Kindesalter oder möglicherweise auch bei Jugendlichen einzudämmen. „Die Ergebnisse geben Anlass zu hoffen, dass wir kurzsichtige Kinder zukünftig davor bewahren können, einen großen Teil ihrer Sehkraft zu verlieren“, sagt Professor Dr. med. Christian Ohrloff, Mediensprecher der DOG aus Frankfurt. In jedem Fall müssten Nebenwirkungen genau geprüft und ausgeschlossen sein. Es darf in diesem Zusammenhang auch nicht vergessen werden, dass Kinder Atropin nur in geringsten Mengen vertragen.

    Starke Zunahme von Kurzsichtigkeit

    Dass hinsichtlich Kurzsichtigkeit dringend was getan werden muss, steht fest, denn Häufigkeit und Schwere dieser Augenerkrankung haben in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. In allen Industrienationen ist mindestens ein Drittel der Bevölkerung kurzsichtig, in einigen asiatischen Ländern liegt der Anteil sogar bei 90 Prozent.

    Ursache der Sehschwäche ist ein zu langer Augapfel. Daher bilden Lichtstrahlen, die ins Auge fallen, ihren Brennpunkt nicht mehr auf, sondern vor der Netzhaut, sodass das Bild verschwommen erscheint. Der Augapfel wächst bei einigen Menschen bis zum 30. Lebensjahr. Deshalb verstärkt sich Kurzsichtigkeit häufig bis zum Erwachsenenalter. „Je früher sie im Kindesalter einsetzt, desto mehr Sehkraft wird der Betroffene bis zum Erwachsenenalter verlieren“, erklärt Ohrloff. Gleichzeitig drohen Folgeerkrankungen: Schon bei einer leichten Kurzsichtigkeit von -1 bis -3 Dioptrien verdoppelt sich das Risiko auf Netzhautablösung, grünen oder grauen Star.

    Warum immer mehr Menschen kurzsichtig werden, ist noch nicht endgültig geklärt. „Studien haben gezeigt, dass neben den Genen auch Umweltfaktoren wie Bildung, Beruf und Freizeitgestaltung eine entscheidende Rolle spielen“, sagt Professor Dr. rer. nat. Frank Schaeffel vom Forschungsinstitut für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Tübingen. „Auch Naharbeit wie stundenlanges Lesen, Fernsehen und Arbeiten am Computer  sowie ein Mangel an Tageslicht scheinen das Sehvermögen zu mindern.“

  • Uralt Apple in New York für 365.000 Dollar versteigert

    Letzte Woche Donnerstag wurde in New York mal wieder ein funktionsfähiger Apple 1 von 1976 versteigert. Ganze 365.000 Dollar brachte das archaische Prunkstück – was allerdings die Erwartungen des Auktionshauses Christie's nicht wirklich erfüllte. Schließlich hatte die gleiche Mühle im Oktober bei einer Auktion von Bonhams die Rekordsumme von 750.000 Dollar erzielt und da hätte Christie's doch zumindest 600.000 haben wollen. Dabei ist der Apple 1 das erste Computermodell von Apple überhaupt, also so eine Art Faustkeil aus der Steinzeit der Home Computer. Es grenzt daher fast an ein Sakrileg, dass dafür keiner der ignoranten Auktionsteilnehmer die Rekordsumme knacken wollte.

    Der Apple 1 wurde übrigens von Steve Wozniak entwickelt und von Steve Jobs vermarktet. Die beiden Steves schraubten von den Rechnern ohne Gehäuse und Betriebssystem 200 Stück zusammen – allerdings nicht in der legendären Garage von Jobs Eltern. Dort wurden die Dinger nur verkauft, wie aus einem Scheck hervorgeht, der Teil des Auktionsangebotes vom vergangenen Donnerstag war. Damals kostete die Hauptplatine – mehr gabs nicht – 666,66 Dollar. Da sind doch 365.000 Dollar doch eine ganz schöne Gewinnspanne – oder? Der Autor hingegen wäre weder bereit noch in der Lage für ein Teil aus der digitalen Urzeit irgendeine Summe locker zu machen. Der wäre hoch erfreut, wenn er endlich die tausend Euro für einen neuen Mac in der Tasche hätte...

    Tja, und hier gibt’s – wie gewohnt, noch ein bisschen mehr...

  • In der Reihe "Das kleine Fernsehspiel - Barrierefrei" zeigt das ZDF eine Doku über eine "Schule für Alle" in Münster

    Unter dem Titel "Berg Fidel - Eine Schule für alle" begleitet eine Doku die Schüler einer inklusiven Grundschule im Münsteraner Stadtteil Berg Fidel. Am Montag, 15. Dezember 2014, gibt’s den Film im ZDF – leider erst ab 00.15 Uhr. Wiederholt wird er m Freitag, 19. Dezember 2014, 20.15 Uhr auf ZDFkultur. Er bildet den Abschluss der Reihe "Das kleine Fernsehspiel: Barrierefrei" und zeigt, wie Kinder von klein auf lernen, dass die Menschen verschieden sind mit all ihren Stärken und Schwächen, ohne dass einzelne von ihnen auf eine Sonderschule gehen müssen.

    Drei Jahre lang begleitete Regisseurin Hella Wenders vier Kinder aus der inklusiven Grundschule mit der Kamera. Anita, David, Jakob und Lucas gewähren einen Blick in ihr Leben. Mit Witz und Charme erzählen sie aus ihrem Schul- und Familienalltag. Ob hochbegabt oder lernschwach, geistig oder körperlich beeinträchtigt - sie lernen zusammen in altersgemischten Gruppen und lösen gemeinsam ihre Probleme. Sie lernen von- und füreinander, übernehmen Küchendienste, halten Klassenrat und helfen sich gegenseitig.

    "Berg Fidel - Eine Schule für alle" ist der Abschlussfilm von Hella Wenders an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Er wurde unter anderem mit dem Publikumspreis des Filmfestes Lünen ausgezeichnet. Die dffb Berlin produzierte den Film, Produzent war Christoph Heller. Die Redaktion im ZDF hat Christian Cloos.

     

  • Eltern chronisch kranker oder behinderter Kinder werden zu wenig über Unterstützungsangebote informiert

    Für die rund zwei Millionen Kinder mit Behinderung oder einer chronischen Erkrankung in Deutschland gibt es zahlreiche Unterstützungsangebote. Doch viel zu wenige Eltern sind darüber informiert. Das ist eines der Ergebnisse der bisher größten Befragung unter fast 1600 betroffenen Familien im Auftrag des Kindernetzwerkes, die von der Universität Hamburg-Eppendorf durchgeführt und nun im Rahmen einer Selbsthilfetagung in Berlin erstmals vorgestellt wurde.

    Infodefizit, bürokratische Hürden und hohe Belastung

    Demnach haben rund 78 Prozent der Eltern keine Kenntnis über bestehende Maßnahmen zur Familienentlastung. Leistungen zur Frühförderung sind ebenfalls nur bei einem Drittel der Befragten bekannt. Allerdings spielt nicht nur das Informationsdefizit hier eine negative Rolle, sondern auch die bürokratischen Hürden zur Wahrnehmung von Unterstützungsangeboten, was von 83 Prozent der Eltern als Problem empfunden wird.

    Die Umfrage zeigt aber auch, dass die Betreuung der Kinder den Erziehungsberechtigten viel abverlangt. So können 40 Prozent der Eltern ihr Kind nie unbeaufsichtigt lassen, 30 Prozent nicht länger als eine Stunde. Für 66 Prozent stellen die ständigen Fahrten zu Ärzten einen zusätzlichen Kraftakt dar.

    Viele Eltern vermissen auch die Toleranz aus dem sozialen Umfeld. Zwei Drittel der Eltern geben an, dass niemand versteht, mit welchen Belastungen sie fertig werden müssen. Dazu zählt auch körperliche Erschöpfung: Bei der Hälfte der Befragten führt die außerordentliche Situation zu Ermüdung und Abgespanntheit. Die meiste Belastung tragen übrigens auch in diesen Fällen immer noch die Mütter. Sie sind in rund 80 Prozent der Fälle die Hauptbezugsperson.

    Stärkere Vernetzung der Akteure

    Hinsichtlich Info und Beratung zeigt die Befragung auch, dass Klinikärzte (47 Prozent), Selbsthilfegruppen (34 Prozent) und Ärzte bzw. Therapeuten (28 Prozent) die ersten Anlaufstellen für Eltern von chronisch kranken oder behinderten Kindern sind. An die Kranken- und Pflegekassen wenden sich aber nur vier Prozent. Zwar haben die Kassen „flächendeckend rund 700 Pflegeberater im Einsatz, die Eltern in solchen Situationen beraten und damit für Entlastung sorgen können“, meint dazu Uwe Deh, Geschäftsführender Vorstand des AOK Bundesverbandes. Aber das sei offenbar „nicht ausreichend bekannt." Deh sprach sich deshalb für eine stärkere Vernetzung der beteiligten Akteure aus.

  • Vertrauen in die Banken drastisch gesunken; Konkurrenz aus dem Internet profitiert aber nur teilweise davon

    Die Deutschen mögen ihre Banken nicht mehr. Das geht aus einer repräsentativen „Kundenstudie 2014“ von Eurogroup Consulting hervor, für die 1000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt wurden.

    Demnach vertrauen nur noch 22 Prozent der Deutschen ihrem Kreditinstitut, im vergangenen Jahr waren es noch 38 Prozent und 2012 sogar stolze 42 Prozent. Die Gründe dafür sind vielfältig. Jeweils ein Fünftel gibt an, dass die individuellen Wünsche nicht berücksichtigt werden oder es nicht die passenden Angebote gibt. Ebenfalls 20 Prozent sagen, dass die Finanzkrise ihr Vertrauen in die Banken und Sparkassen beschädigt hat. 19 Prozent haben schlechte Erfahrungen mit ihrer Hausbank gemacht.

    Von dieser Unzufriedenheit profitiert teilweise die Konkurrenz aus dem Internet: 37 Prozent der insgesamt rund 65 Millionen Bankkunden in Deutschland können sich vorstellen, bezüglich ihrer Finanzgeschäfte ins Lager von Apple, Google oder PayPal zu wechseln. Die Kundenstudie zeigt allerdings auch, dass eine relative Mehrheit von 46 Prozent den Angeboten aus dem Internet nach wie vor skeptisch gegenübersteht. 17 Prozent sind unentschlossen, ob sie die Finanzangebote der Internetkonzerne nutzen wollen.

  • Bund der Steuerzahler plädiert für Schließung von Schwimmbädern

    Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hat in einer repräsentativen Umfrage festgestellt, dass nahezu 90% der Bevölkerung das Schwimmbad wichtig oder sehr wichtig ist. Auch Freizeitforscher bestätigen seit Jahren, dass das Schwimmen als Freizeitsport nach wie vor einen hohen Stellenwert besitzt und neben dem Radfahren einen Spitzenplatz einnimmt.

    Bund der Steuerzahler für Schließung von Schwimmbädern

    Doch der Bund der Steuerzahler plädiert in seinen jüngsten Veröffentlichungen unter dem Titel "Sparen in der Kommune - Tipps für Kommunalpolitiker" u. a. für die Erhöhung der Eintrittspreise, die Privatisierung oder das Schließen von kommunalen Schwimmbädern . Dabei sind in den letzten sieben Jahren in Deutschland bereits 300 Bäder geschossen worden und 500 sind akut von Schließung bedroht.

    Keine soziale Verantwortung

    Daher werden diese Sparvorschläge des Bundes der Steuerzahler von der DLRG auch umfassend abgelehnt. Sie seien ein einziges Schreckensszenario, meint DLRG Präsident Hans-Hubert Hatje, „An diesen Vorschlägen ist nichts neu, nichts kreativ, da ist keine gesellschaftliche Verantwortung erkennbar. Das sind die Vorschläge von Sparmathematikern", so Hatje. Von sozialer Verantwortung der Kommunen und der gesellschaftlicher Bedeutung der Bäder besonders für die junge Generation sei dort nichts zu lesen.

    "Wer nicht schwimmen kann lebt gefährlicher und ist in seiner Lebensgestaltung eingeschränkt", meint Hatje und plädiert auch aus diesem Grund für den Erhalt der Schwimmbäder. Immerhin haben heutzutage mindestens 20% aller Grundschulen keinen Zugang mehr zu Schwimmbädern und die Wartezeiten bei Verbänden, die Schwimmausbildung anbieten ist nicht selten sehr lang. Eine forsa-Studie ergab, dass die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler am Ende der vierten Klasse keine sicheren Schwimmer sind.

    Sanierung schaffen Kommunen nicht allein

    Den Sanierungsbedarf der Bäder beziffern Experten auf 14 Milliarden Euro. In dieser Summe ist noch kein einziges neugebautes Bad enthalten. Der DLRG-Präsident regt daher an zu prüfen, ob angesichts der Größenordnung der Aufgabe, ein neuer goldener Plan das Problem lösen kann. Der Erhalt der Bäderstruktur sei zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe geworden, die nicht von den Kommunen allein bewältigt werden könne.

     

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