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  • Hat Gabriel in Brüssel bei CETA die Notbremse gezogen?

    Berlin, 21.9.2014. Die Verhandlungen zum umstrittenen Handels- und Investitionsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada werden nicht wie angekündigt am kommenden Freitag abgeschlossen. Auf der vom Europäischen Rat veröffentlichten Tagesordnung des EU-Kanada-Gipfels in Ottawa fehlt inzwischen jeglicher Bezug zu CETA.

    "Sigmar Gabriel hat anscheinend in Brüssel die Notbremse gezogen und den Abschluss des CETA-Abkommens verhindert. Das ist ein großer Erfolg der breiten Bürgerbewegung gegen TTIP und CETA", sagte Christoph Bautz von Campact. "Wer das vorliegende CETA-Abkommen mit den Anforderungen abgleicht, die DGB und SPD aufgestellt haben, wird feststellen: Gabriel kann CETA nicht mehr zustimmen. Dies betrifft nicht nur die Investoren-Schiedsgerichte, sondern auch die öffentliche Daseinsvorsorge und die Liberalisierung von Dienstleistungen." Die SPD hatte gestern in einem Beschluss des Parteikonvents Kriterien für die Handelsabkommen TTIP und CETA aufgestellt, die u.a. den Verzicht auf die umstrittenen Investoren-Schiedsgerichte enthalten.

    Ursprünglich sollte der vereinbarte, aber in der Öffentlichkeit höchst umstrittene CETA Text auf dem EU-Kanada-Gipfel paraphiert werden. Später hieß es, dass eine gemeinsame Erklärung zum Abschluss der CETA-Verhandlungen unterzeichnet werde. Noch am 18. September hatte der kanadische Premier Harper in einer Pressemitteilung angekündigt, dass der EU-Kanada-Gipfel den Abschluss der Verhandlungen um CETA markieren werde.

     

  • SPD Konvent: Campact fordert Ablehnung von TTIP und CETA

    Berlin, 20.9.2014. Vor dem SPD-Konvent in Berlin appellierten heute etwa 300 Bürger an die SPD, die umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP und CETA mit USA und Kanada abzulehnen. Den eintreffenden Delegierten überreichten sie rote Rosen. Ein "CETA-Hammer" über einem Verfassungsrichter zeigte, wie die Demokratie durch Schiedsgerichte gefährdet wird. Die Aktion wurde von der Bürgerbewegung Campact organisiert.

    Maritta Strasser von Campact dazu: "Die SPD hat versprochen, Arbeitnehmerrechte nicht preis zu geben und Investorenklagen nicht zuzulassen. Heute muss sie ihre Glaubwürdigkeit unter Beweis stellen und Nein zu TTIP und CETA sagen. Das CETA-Abkommen mit Kanada liegt nun fertig verhandelt vor und überschreitet alle von der SPD bisher gezogenen roten Linien. Dem wachsweichen Text von Sigmar Gabriel darf der Parteikonvent nicht zustimmen."

    Für den 11. Oktober ruft Campact gemeinsam mit zahlreichen weiteren Organisationen bundesweit zu einem Aktionstag gegen CETA und TTIP auf. Er markiert den Start der Unterschriftensammlung einer selbstorganisierten Europäischen Bürgerinitiative.

    Zum Campact-Appell und Hintergrundinformationen: www.campact.de/CETA und www.campact.de/ttip

  • Droht durch Neuregelung der Abrechnung Versorgungslücke für AMD Patienten?

    Münster / Berlin September 2014 – Die sogenannte intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM) zur Behandlung von Augenerkrankungen, einschließlich der feuchten altersabhängigen Makuladegeneration, wird zum 1. Oktober 2014 als neue Leistung in den einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen. Damit können gesetzlich krankenversicherte Patienten gegen Vorlage ihrer Versichertenkarte oder weiterhin innerhalb spezifischer Verträge behandelt werden.

    Gut gemeint – aber mit Haken

    Kling zunächst mal ganz gut und ist sicherlich auch gut gemeint, hat aber einen durchaus problematischen Haken Diese Abrechnungsmöglichkeiten stehen nämlich insbesondere vielen Augenkliniken nicht zur Verfügung. Deshalb ist die Weiterführung der flächendeckenden und qualitativ hochstehenden Versorgung in diesem Bereich nicht zu gewährleisten.

    Kliniken können nicht mehr abrechnen

    Nach anfänglichen Versorgungsproblemen bei der IVOM wurden in den letzten Jahren durch Bemühungen aller an der Versorgung beteiligten Partner Regelungen auch außerhalb des EBM erarbeitet. Diese ermöglichten – mit regionalen und kassenspezifischen Unterschieden – für den überwiegenden Teil betroffener Patienten einen zeitnahen Zugang zu einer qualitätsgesicherten IVOM.

    Eine Vielzahl der Patienten wird jedoch in Klinikambulanzen behandelt, die diese Behandlungen zumeist auf der Basis von individuellen Kostenerstattungsanträgen abrechnen. Dies ist aber nach Aufnahme in den EBM ab 1. Oktober nicht mehr möglich, weil die Kliniken derzeit nicht in diesem Rahmen abrechnen können. Es ist also de facto zu befürchten, dass viele gesetzlich versicherte Patienten ab diesem Zeitpunkt dort nicht mehr behandelt werden können. Diese bevorstehende Versorgungslücke im Klinikbereich kann durch niedergelassene Augenärzten nicht geschlossen werden.

    Drohende Versorgungslücke

    Um die bereits eingeleiteten Behandlungen fortführen zu können und zudem eine flächendeckende Versorgung der AMD-Patienten weiterhin zu gewährleisten, unterstützt das AMD-Netz mit Nachdruck öffentliche Aufrufe von Patientenorganisationen und schließt sich deren zentralen Forderungen nach Sicherstellung einer Fortsetzung bzw. einer unverzüglich nach Diagnosestellung beginnenden und qualitätsgesicherten IVOM nicht nur in Arztpraxen, sondern auch in Klinikambulanzen auch nach dem 1. Oktober an.

    Zukünftig werden nicht alle Patienten zeitnahe Termine sowohl für Untersuchungen als auch für die Behandlungen bekommen können. Daraus entsteht die Sorge, dass die resultierende Versorgungslücke zu vermeidbaren schweren Seheinschränkungen führt und die Erhaltung der Lebensqualität der Betroffenen unnötig erschwert wird. Das AMD-Netz fordert die Verantwortlichen seitens der Leistungserbringer und -träger auf, umgehend entsprechende tragfähige Regelungen zu schaffen, damit die Versorgung der AMD-Patienten auch im Klinikbereich weiterhin sichergestellt ist.

    Patienten sollen weiterhin in die Ambulanz gehen

    Obweohl also de facto AMD Patienten ab 1. Oktober nicht mehr in den Klinikambulanzen behandelt werden können, wird die Versorgung der Patienten dort nicht urplötzlich eingestellt, wie DOG Präsident Professor Roider auf einer Pressekonferenz in Berlin am 18. 9. erklärte. Nach seinen Worten sollen AMD Patienten jetzt aus Sorge über die Auswirkungen dieser Neuregelung nicht die notwendige Behandlung unterbrechen, sondern wie gewohnt fortführen. Also AMD Patienten, die bisher ihre Spritzen in Klinikambulanzen bekamen, sollen diese dort zunächst auch weiterhin bekommen.Trotzdem muss natürlich eine Neuregelung her, mit der die Versorung der AMD Patienten in Klinik Ambulanzen langfristig auf eine sichere Basis stellt.

     

  • Netzhaut-Chip aus Tübingen: Blinde können wieder Schwarzweiß-Bilder sehen

    Retinitis Pigmentosa ist eine erblich bedingte Erkrankung der Netzhaut. Dabei sterben jene Zellen auf der Netzhaut ab, die für die Lichtrezeption zuständig sind. Davon sind allein in Deutschland etwa 30 000 Menschen betroffen. Noch vor zwanzig Jahren schien es für diese Krankheit, die meistens zur Erblindung führt, keine Therapie zu geben. Inzwischen jedoch existieren verschiedene Ansätze, um den Betroffenen ein wenig Sehvermögen zurück zu geben. Dazu zählt auch eine High Tech Methode aus Tübingen.

    Winziger Kamera-Chip

    Bei dieser wird ein Kamera-Chip, den ein Forschungsteam an der Universitätsaugenklinik Tübingen entwickelt hat, unter die Netzhaut eingesetzt und liefert Schwarzweiß-Bilder mit einer Auflösung von 1500 Pixeln. Erste Ergebnisse einer internationalen Studie zeigen, dass siebzig Prozent der Implantierten von der Sehprothese profitieren. Ein Viertel der Patienten kann demnach alltägliche Gegenstände wie Besteck oder Fenster identifizieren, ein weiteres Viertel sogar Details wie größere Buchstaben, Uhrzeit oder Gesichtsausdrücke erkennen. Nicht viel aus der Perspektive eines Sehenden, für einen Blinden aber eine ganze Menge.

    Ersatz für defekte Photozellen

    Der Netzhaut-Chip ersetzt die defekten Photozellen. Dafür sind 1500 Photodioden zuständig, die Lichtsignale über Verstärker und Mikroelektroden als elektrische Impulse an die Nervenzellen der Netzhaut weitergeben. Von dort wird das Signal ans Sehzentrum übermittelt. „Der Chip kommt also für solche Patienten infrage, die schon einmal sehen konnten und deren Gehirn deshalb die Signale in Bilder umzusetzen gelernt hat“, erläutert Professor Dr. med. Eberhart Zrenner, Gründungsdirektor des Forschungsinstituts für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Tübingen und Seniorprofessor am Centrum für Integrative Neurowissenschaften, einem Exzellenzzentrum der Universität Tübingen. „Allerdings muss die innere Netzhaut noch intakt sein, damit sie die Signale weiterleiten kann“, ergänzt der Entwickler des Retina-Implantats.

    Der Chip, der von den Ärzten direkt unter die Netzhaut des Auges gelegt wird, hat eine Kantenlänge von 3 mal 3 Millimetern und ist 0,1 Millimeter tief. Er „entspricht damit dem Kamerachip eines Smartphones“, so Zrenner. Mit einem großen Unterschied, denn das Implantat „ hat ein ganz anderes Innenleben und ist der erste Chip, der sich im Auge befindet und dort den natürlichen Augenbewegungen folgt“, betont Zrenner.

    Aufgrund der bisherigen Ergebnisse hat das Retina Implant Alpha IMS 2013 die CE-Kennzeichnung erhalten. Die Therapie wird in Deutschland in Dresden, Göttingen, Hannover, Kiel, Stuttgart und Tübingen. angeboten, die Krankenkassen übernehmen die Kosten, zum Teil auf Antrag.

  • Trotz billigem Geld von der EZB: Dispozinsen noch immer in astronomischer Höhe

    Bankkunden zahlen immer noch bis zu 14,25 Prozent Dispozinsen, wenn sie ihr Konto überziehen, obwohl sich Banken und Sparkassen für weniger als ein Prozent Geld bei der Europäischen Zentralbank leihen können. Damit ist die Sache mit den Dispozinsen für die Banken also ein ganz dickes Geschäft geworden. Das wurde schon mehrmals angeprangert und auch Stiftung Warentest hatte in der Vergangneheit schon mehrmals kritisch darauf hin gewiesen, was auch ein Bisschen Wirkung zeigte. Knapp 250 der 1504 untersuchten Banken haben ihren Dispozins seit dem Vorjahr um mindestens einen Prozentpunkt gesenkt. Klingt nach dem viel gepriesenen Weg in die richtige Richtung, doch einige dieser scheinbar einsichtigen Banken erheben dafür jetzt etwas höhere Kontoführungsgebühren. Als Ausgleich...

    Große Zinsunterschiede
    Die Tester ermittelten Zinsunterschiede von fast 10 Prozentpunkten. Den günstigsten Dispozins verlangt die Deutsche Skatbank mit 4,90 Prozent, 14,25 Prozent zahlen hingegen Kunden mit schlechter Bonität bei der Volksbank Westenholz und der Raiffeisenbank Weil und Umgebung. Der Durchschnitt der Dispozinsen liegt bei 10,65 Prozent. Einige Banken versuchen beim Dispo besser auszusehen als sie sind. Sie bieten günstige Dispozinsen nur für Girokonten mit hoher Kontoführungsgebühr.
    Zinshöhe verschwiegen
    Sehr viele Banken veröffentlichen den Dispozins nach wie vor nicht im Internet, so dass für Kunden kaum ein Vergleich möglich ist. Auch ein Preisaushang vor Ort war nicht immer auffindbar, obwohl die Banken gesetzlich dazu verpflichtet sind, ihn in der Filiale auszuhängen. Die Ausreden der Mitarbeiter waren abenteuerlich: Man kenne den Dispozins selbst nicht oder teile ihn erst nach der Eröffnung eines Kontos mit. Oft sind es teure Banken, die den Kunden die Höhe des Zinses für die Überziehung ihres Kontos verschweigen.
    Der ausführliche Test Dispozinsen erscheint in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (ab 17.09.2014 am Kiosk) und ist bereits unter
    www.test.de/dispo abrufbar.

  • Themen Vorsorgevollmacht und private Rente im neuen Finanztest

    Was passiert eigentlivch, wenn man – durch Krankheit oder Unfall – in eine Situation gerät, wo man nicht mehr selber für sich sprechen und entscheiden kann? Vielen ist nicht klar, dass dann nicht automatisch Angehörige oder Ehepartner einspringen können. Dafür brauchts nämlich eine Vorsorgevollmacht, sonst übernimmt eine Behörde die Entscheidungsbefugnis. Also besser rechtzeitig einer Vertrauensperson eine Vorsorgevollmacht ausstellen.

    Ist dann alles in trockenen Tüchern?

    Fast, aber nicht ganz. Kann ja im Falle des Falles passieren, dass Angehörige den Eindruck haben, dass der Bevollmächtigte eigenmächtig und eventuell zum eigenen Vorteil handelt? Wenn Dinge entschieden werden, die möglicherweise nicht im Sinne des Vollmachtgebers sind? Wenn größere Geldsummen einfach so verschenkt werden oder den Erkrankten auf einmal niemand mehr besuchen darf? In solchen Fällen helfen Gerichte – und bestellen notfalls eine Kontrollbetreuung. Nur muss jemand aktiv werden und beim Gericht die Sache schildern. Das können natürlich die Angehörigen sein, aber auch Nachbarn oder Freunde.

    Hier gibt’s den Artikel Vorsorgevollmacht. Erscheint auch in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (ab 17.09.2014 am Kiosk)

    Mehr Informationen rund um das Thema Vorsorge gibt es in dem Ratgeber „Das Vorsorge-Set“ (12,90 Euro.

    Und wie sieht es mit der privaten Rente aus?

    Ein weiterer interessanter Artikel im neuen Finanztest oder unter www.test.de/rentenversicherung abrufbar, ist das Thema private Rente, die ja angeblich eine der Vorsorgesäulen sein soll. Wer diese Säule in der bisherigen Qualität noch haben will, muss sich aber beeilen, denn wer ab 2015 eine private Rentenversicherung abschließt, bekommt weniger Geld. Die garantierte Rente für Neuverträge sinkt. Zeit für einen Vorsorge-Check: Die Stiftung Warentest zeigt in der Oktober-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest, für wen sich welche Rentenversicherung jetzt noch lohnt. Von den 39 untersuchten Angeboten für eine private Rentenversicherung schneiden allerdings nur sechs "gut" und doppelt so viele nur "ausreichend" ab.

  • Sind religiöse Symbole in öffentlichen Einrichtungen mit staatlicher Neutralität vereinbar?

    Das Kruzifix im Klassenzimmer wird selten problematisiert, das Kopftuch im Gerichtssaal kann der Trägerin Ärger einbringen. Hier greift also die gut bekannte Zweierlei – Maß – Masche. Abgesehen davon stellt sich insgesamt die Frage, ob religiöse Symbole in öffentlichen Einrichtungen mit der staatlichen Neutralität überhaupt vereinbar sind. Darüber wird seit Jahren viel diskutiert, auch kontrovers und eben mit zweierlei Maß. Auf einer Veranstaltung am kommenden Montag in Berlin nehmen Experten die Debatte kritisch unter die Lupe. Veranstalter ist die Friedrich-Ebert-Stiftung

  • Jeder zweite Deutsche kennt in seinem Umfeld einen Alzheimer Patienten

    Düsseldorf (ots) - Über 200.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Alzheimer. Schon heute berichtet jeder Zweite (50 %), einen Alzheimer-Patienten persönlich zu kennen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen im Auftrag der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) anlässlich des Welt-Alzheimer-Tags am 21. September.

    Jeder fünfte Deutsche (20 %) hat demnach einen Alzheimer-Patienten in der Familie. Knapp ein Drittel der Befragten (30 %) geben an, jemanden mit der Krankheit in ihrem Bekanntenkreis zu kennen. Da Alzheimer eine Alterserkrankung ist, fallen diese Werte bei den über 60-Jährigen auch deutlich höher aus: Hier sind es 61 Prozent, die einen Alzheimer-Patienten persönlich kennen. Davon berichten 39 Prozent von Bekannten, die an Alzheimer erkrankt sind.

    Quelle: Eine repräsentative Umfrage der Alzheimer Forschung Initiative e.V., durchgeführt vom Institut für Demoskopie Allensbach bei 1.507 Personen ab 16 Jahren.

  • Medientage München mit Trendthema Streaming und Social Media Panels

    München (ots) Vom 22. bis 24. 10. finden die diesjährigen Medientage München statt. Sie gehören mit rund 6.000 Teilnehmern aus dem In- und Ausland, mehreren Hundert akkreditierten Journalisten, rund 400 Referenten und 90 Einzelveranstaltungen zu den wegweisenden Veranstaltungen für die Medien- und Kommunikationsfachwelt in Europa. Mehrere Panels werden sich mit dem Trendthema Streaming befassen. Außerdem wird es einen Social Media Tag geben.

    Streaming Panels hochkarätig besetzt

    Die Liste der Streaming Redner hat es durchaus in sich. Ganz neu als Gast dabei ist Jacinto Roca. Der CEO des spanischen Anbieters Wuaki.tv und bald weiterer Player auf dem deutschen Streaming-Markt wird über seine Unternehmensstrategie sprechen.Für die hochkarätige Runde konnten die Medientage München auch Shahrzad Rafati, Gründerin und CEO von BroadbandTV mit Sitz in Vancouver, gewinnen. Die gebürtige Iranerin zählt laut US-Magazin "Fast Company" zu den hundert kreativsten Unternehmerinnen der Entertainmentbranche.

    Streaming wird sicher auch für Diskussionsstoff bei dem neu geschaffenen Fernseh-Gipfel sorgen. Moderator Klaas Heufer-Umlauf will von seinen Gästen wissen, welche Inhalte auf den Screens im Wohnzimmer laufen. Internationale Perspektiven bringen auch die US-Unternehmerin Ashley Swartz und der britische BBC-Radio-Experte Ben Chapman auf die Medientag München..

    Freitag im Zeichen von Social Media.

    Die Keynote des am Freitag stattfindenden und neu eingeführten Social-Media-Tages hält Jeffrey Graham, Global Ad Research Director bei Twitter. Mehrere Vorträge gehen den Fragen auf den Grund: Wie wichtig ist es für ein heutiges Unternehmen, in Social Media präsent zu sein? Wie lässt sich die eigene Zielgruppe möglichst gut erreichen? Welche rechtlichen Fallstricke gibt es?

    Eine Premiere ist auch die Live-TED-Abstimmung. Im Panel "FernsehVisionen" können die Teilnehmer abstimmen, was sie für die TV-Trends von morgen halten und wohin sich der Fernsehkonsum entwickelt. Mitmachen kann man schon ab heute - unter dem Link https://de.surveymonkey.com/s/9LB892D

    Startup Area

    Noch was Neues während der diesjährigen Medientag München ist die Startup-Area, wo entsprechende Unternehmen der Medien- und Kommunikationsbranche ihre Geschäftsideen und Projekte präsentieren können. Die Businesskonzepte werden in kurzen Präsentationen vorgestellt. Ein Panel beschäftigt sich mit der Frage: Kann München als Standort für Startups gegenüber Städten wie Berlin punkten? Ein weiteres Kongresspodium widmet sich dem Thema "Stärkung der Gründerszene in der Medienwirtschaft". Infos für Besucher und interessierte Startups:

    www.medientage.de/messe/startups.

    Unter www.medientage.de gibt’s laufend aktuelle Informationen.

     

  • Neuer Elektromotor: Abschied vom Magnetismus?

    Ein Elektromotor hat durchaus den Nimbus eines alten Hutes und angeblich weiß auch jeder, wie so ein Ding funktioniert. Okay, glauben wir's mal...

    Magnetmotor

    Oder sollen wir das bewährte Gerät doch mal kurz beschreiben? Also da ist erstmal eine Spule. Selbige wird unter Strom gesetzt und dadurch wird um die Spule herum ein Magnetfeld aufgebaut. Das allein wäre aber noch kein Elektromotor, der sich ja drehen soll. Dazu muss das Magnetfeld der Spule mit einem äußeren Magnetfeld konfrontiert werden und die dadurch ausgelöste Wechselwirkung zwischen den beiden Magnetfeldern wird in Rotation umgewandelt und die Spule dreht sich.

    Der gute alte Franklin

    Nun gab es aber mal einen Ami namens Benjamin Franklin. Genau, der hatte um 1750 den Blitzableiter erfunden. Der Mann hatte es aber ganz allgemein mit der Elektrizität und wollte offensichtlich auch einen Elektromotor erschaffen. Er ging jedoch nicht den Weg des Magnetismus, sondern versuchte es mit der elektrostatischen Methode. Ging voll daneben – aber auch ein Franklin musste eben Pannen schlucken.

    Dan Ludois und sein elektrostatischer Motor

    Nun ist erneut ein Ami dabei, mit Hilfe dieser alten Idee einen neuen Elektromotor zu basteln. Der Typ heißt Dan Ludois und arbeitet an der University of Wisconsin in Madison. Er hat einen E Motor konstruiert, bei dem viele runde Alu Scheiben nebeneinander angeordnet sind. Jede zweite Scheibe kann sich drehen. Die nicht drehbaren Scheiben bekommen Wechselstrom verpasst. Dadurch entstehen wechselnde elektrische Felder, wodurch die drehbaren Scheiben in Bewegung gesetzt werden.

    Klingt alles ganz toll und die Idee ist, wie gesagt, nicht wirklich neu. Ihre Umsetzung klappte bisher allerdings nicht – weder beim guten alten Franklin noch bei zahllosen anderen Tüftlern. Ein Problem ist z. B. die präzise Steuerung des Wechselstroms, das andere die exakte Anordnung der Scheiben. Diese müssen einerseits extreme Nähe abkönnen, dürfen sich aber andererseits nicht berühren. Ludois geht davon aus, dass er's im Prinzip geschafft hat – bisher allerdings erst im Labor. Aber er ist guter Dinge und glaubt, mit dieser elektrostatischen Masche einen wartungsfreien Elektromotor ermöglicht zu haben. Weil es ja „keinen Kontakt zwischen den Scheiben gibt“, wie er betont. U. a. aus diesem Grund soll der elektrostatische Motor kostengünstiger sein als der mit Magnetfeldern angetriebene.

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